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Pressemitteilung vom 08. November 2000

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Diabetesversorgung: Investieren statt rationieren
VKVD fordert Mittel außerhalb des Budgets für den Aktionsplan Diabetes


Hemsbach

Grundsätzlich unterstützt der Verband der Krankenversicherten Deutschlands (VKVD) den Antrag des Nürnberger Bundestagsabgeordneten Horst Schmidbauer, in welchem die Koalitionsfraktionen von der Bundesregierung eine massive Verbesserung der Diabetesversorgung fordern. "Ohne zusätzliche finanzielle Mittel außerhalb des Budgets ist der Misserfolg der Aktion allerdings vorprogrammiert", äußert sich Heinz Windisch, Präsident des VKVD, in einer Presseerklärung.

Prinzipiell schließt sich der Verband, der sich als Interessenvertretung aller Patienten sieht, den Forderungen der Bundestagsabgeordneten an. Es sei richtig, die Verbesserung der Versorgung von Diabetes-Patienten zu einem vorrangigen gesundheitspolitischen Ziel zu erklären und eine Kommission einzusetzen, die die Umsetzung begleitet. Der VKVD bezweifle jedoch, dass der Diabetiker durch diese Maßnahmen alleine eine bessere qualitätsgesicherte Behandlung erfahren werde. "Die heutigen Versorgungsmängel sind in erster Linie auf fehlende standardisierte Behandlungsleitlinien, auf eine mangelnde Schulungsbereitschaft bei Ärzten und Patienten, sowie auf budgetierte Finanzmittel zurückzuführen", so Heinz Windisch im Statement des VKVD. Zusätzliche finanzielle Mittel außerhalb jeglicher Budgetierung seien für die Verbesserung der Diabetesversorgung unabdingbar. Nur so sei es möglich, Grundlagen zur Motivation für Ärzte und Patienten, sowie deren Schulung zu schaffen. Gerade die Selbstverantwortung der Patienten gelte es zu fördern, gleichzeitig sollten endlich anerkannte standardisierte Behandlungsleitlinien definiert und verbindlich gemacht werden. Ziel aller Maßnahmen müsse es sein, die schwerwiegenden Folgeerkrankungen des Diabetes zu vermeiden bzw. zu verzögern, um letztlich die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und die Behandlungskosten insgesamt zum Wohle der Solidargemeinschaft langfristig zu senken.

Der VKVD ist dazu bereit, in der von der Bundesregierung zu berufenden Kommission aktiv mitzuarbeiten und dort insbesondere die Interessen der Patienten zu vertreten.

Verband der Krankenversicherten Deutschlands e. V. (VKVD)
Ahornstr. 3
69502 Hemsbach
Telefon: 06201/49 39 23
Telefax: 06201/49 39 24
Mail:  VKVD@t-online.de



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