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Pressemitteilung vom 03. Juli 2006

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Beitragssenkung gefordert - Versicherte zeigen sich enttäuscht

Berlin - 03.07.2006: Enttäuscht zeigte sich der Präsident des Verbandes der Krankenversicherten Deutschlands e.V. (VKVD), Heinz Windisch, über die bisher bekannt gewordenen Eckpunkte der Gesundheitsreform. "Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat eine Beitragssenkung versprochen - nun sollen erneut die Versichertenbeiträge um 0,5 Prozentpunkte steigen. Auch die Steuererhöhung ist nur aufgeschoben", kritisierte der VKVD -Vorsitzende im zdf-morgenmagazin (Montag, 03.07.06) in einer ersten Stellungnahme.

"Die Formel zur finanziellen Stabilisierung des Gesundheitssystems muss generell lauten: Strukturreformen ja - Einschnitte in den Leistungskatalog nein", erläuterte VKVD -Vorsitzender Windisch. Streichungen im Kassenkatalog könnte die private Absicherung zur Folge haben: "Sinkende Leistungen bei steigenden Kassenbeiträgen plus zusätzlicher Privatversicherung - das darf nicht die Lösung sein", so Windisch. Der Verband forderte energischer die Einsparpotenziale durch Strukturreformen zu nutzen. Die Ankündigung möglicher Steuererhöhungen nach Ablauf der Legislaturperiode ab 2009 seien nicht sehr ermutigend. Grundsätzlich positiv ist die geplante Finanzierung der Kindermitversicherung aus Steuermitteln.

Skeptisch stimmt den Verband die Ankündigung, dass es ab 2008 keine neuen Zuzahlungen für Arzneimittel oder Leistungsbegrenzungen mehr geben werde: "Da fehlt ein Jahr: Die Politik scheint sich das kommende Jahr 2007 für tiefe Einschnitte offen zu halten", vermutet der VKVD-Präsident.

Bereits vorhandene, gute Ansätze, bestehende Strukturen zu ändern, werden zu wenig genutzt. Dazu zählt z.B. die Integrierte Versorgung - die bessere Verzahnung von ambulanter und stationärer Ebene: "Es gibt immer noch zu viele Doppeluntersuchungen", erläuterte VKVD-Präsident Windisch. Der Verband kritisiert den hohen Bürokratieballast, der gute Reformansätze erdrücke: "Auch die Disease Management-Programme etwa zum Diabetes oder zur Brustkrebsvorsorge könnten in stärkerem Maße Kosten senkend wirken, doch der hohe bürokratische Aufwand schreckt viele Ärzte ab, daran teilzunehmen", führte Windisch aus.

    Verantwortlich:
Heinz Windisch
Präsident des VKVD
Bleibtreustr. 24
10707 Berlin
Redaktion:
JSpress - Joachim Stier
Barthelstr. 64
50823 Köln
Tel.: 0221/430 82 37-6
Fax: 0221/430 82 37-7
Mobile: 0170/2900 88 3
   


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