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Pressemitteilung vom 16. Februar 2006
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Patientenverband warnt vor
"Zwei-Klassen-Versorgung" mit Arzneimitteln
Berlin - Vor einer "Zwei-Klassen-Versorgung mit Arzneimitteln" hat der Verband der Krankenversicherten Deutschlands (VKVD) gewarnt. "Wenn es so weitergeht, dann können sich nur noch Menschen, die nicht auf jeden Euro achten müssen, eine ange-messene Arzneimittelbehandlung leisten", protestierte VKVD-Präsident Heinz Win-disch heute (16.) in Berlin.
Anlass der Kritik ist sowohl die Ankündigung des Gemeinsamen Bundesausschusses, mo-derne Medikamente gegen Zuckerkrankheit von der Kassenerstattung auszuschließen, wie die für morgen geplante Verabschiedung des Arzneimittelspargesetzes im Bundestag. "Nach der darin geplanten Absenkung der so genannten Festbeträge, dem Höchsterstattungssatz der Krankenkassen, werden die Patienten in vielen Fällen neben der Zuzahlung auch noch die Differenz zwischen der Kassenerstattung und dem tatsächlichen Preis zahlen müssen", kritisiert VKVD-Präsident Heinz Windisch. "Und das geht richtig ins Geld." Potenziell betrof-fen seien zwei Drittel des Arzneimittelmarkts, für die bereits Festbeträge gelten.
Zur Übernahme der Differenz von Festbetrag und Preis war ein Patient zwar schon bisher verpflichtet. Praktisch spielte diese Regelung aber keine Rolle, da nahezu alle Arzneimittel-hersteller ihre Preise zumindest auf den Festbetrag abgesenkt und damit für die volle Erstat-tung gesorgt hatten. "Darauf kann man sich jedoch nicht mehr verlassen", betonte Windisch. Angesichts der im internationalen Vergleich bereits niedrigen Preise für die betroffenen Me-dikamente müsse erstmals damit gerechnet werden, dass die Hersteller diese Preispolitik nicht fortsetzen. Davor hätten selbst die Betriebskrankenkassen in der Anhörung des Spar-gesetzes im Bundestagsgesundheitsausschuss gewarnt.
Hinweis an die Redaktionen:
Für Interviews ist der VKVD-Vorsitzende heute unter folgender Telefonnummer zu erreichen:
0170 4774477
Rückfragen an: Verband der Krankenversicherten Deutschlands e.V. (VKVD)
Bleibtreustr. 24, 10707 Berlin,
Tel.: 030-88 62 52 87, FAX 030-88 6253 26
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