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Pressemitteilung vom 17. August 1999

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Krankenversicherte kommen nicht zu Wort!
Gespräche unter Ausschluß der Betroffenen


Hemsbach, 17. August 1999

Mit Ärger und Unverständnis betrachtet der Vorsitzende des Verbandes der Krankenversicherten Deutschlands (VKVD), Heinz Windisch, die Gespräche zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung, Krankenkassen und Gesundheitsministerin Fischer. "Es kann nicht sein, daß über die Versorgung von Krankenversicherten diskutiert und entschieden wird, und die Betroffenen ausgesperrt bleiben" erklärte Windisch. Seit Jahren bliebe die Tür für Krankenversicherte geschlossen, wenn sich Politik, Krankenkassen und Ärzte angeblich über die Versorgung der Patienten, in Wirklichkeit aber über Geld stritten. Dabei wolle doch gerade die rot-grüne Regierung das Recht des Patienten stärken. Davon sei allerdings nichts zu merken.

Die gesamte Diskussion der Gesundheitsreform drehe sich nur ums Geld. Zwar behaupteten alle Teilnehmer, daß es ihnen um die Versorgung der Patienten ginge, doch glaube dies niemand mehr. "Um wirklich die Belange der Krankenversicherten in die Überlegungen einzubeziehen, müßten diese auch gehört werden. Wir stehen der Politik immer für Gespräche zur Verfügung", erklärte Heinz Windisch. Es reiche einfach nicht aus, schöne Worthülsen von sich zu geben und Texte für eine Patientencharta zu entwerfen, wenn die Politik dann das Gegenteil tue. Die Krankenkassen und auch einige Ärztefunktionäre hätten, so der VKVD, in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, daß sie nicht die Anwälte ihrer Versicherten und Patienten sind, sondern nur auf die eigenen Vorteile bedacht seien.

Der VKVD will eine politische Interessenvertretung aller gesetzlich und privat Versicherten in Deutschland sein. Er will die Rechte der Krankenversicherten vertreten und weiterentwickeln. Sein vorrangiges Ziel ist, das deutsche Gesundheitswesen auf hohem Niveau zu erhalten und dabei auch die Bezahlbarkeit zu sichern. Der VKVD steht allen Versicherten, ob gesetzlich oder privat, offen und finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Veranstaltungen.



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