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Pressemitteilung vom 26. Januar 2001

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Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Diabetes-Versorgung in der öffentlichen Anhörung durchgefallen!

Hemsbach, 26.Januar 2001

Nach Meinung des als Einzelsachverständigen geladenen Präsident des "Verbandes der Krankenversicherten Deutschlands e. V. (VKVD)", Heinz Windisch, ist eine Verbesserung der Diabetes-Versorgung dringend erforderlich, aber unter Budgetbedingungen in Deutschland nicht zu erreichen. Dies ist auch die einhellige Meinung weiterer Sachverständiger, die anlässlich der öffentlichen Anhörung zum Antrag der Regierungsfraktionen "Ziele für die Qualitätssteigerung in der Diabetes-Versorgung" am 24. Januar in Berlin gehört wurden.

Der VKVD e. V. begrüßt jede Initiative, die dazu führt, die Versorgungsqualität von Diabetikern im Sinne der St. Vincent Deklaration von 1998 in Deutschland zu verbessern. Hierfür ist der Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen jedoch völlig ungeeignet, da die St. Vincent-Ziele von 1998 auch die heutigen Ziele sind. Wenn die Bundesregierung diese Ziele umsetzen will, und dazu hat sie sich in St. Vincent verpflichtet, muss sie dies in enger Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltung der Ärzte und den Krankenkassen vereinbaren und die Finanzierung sichern.

Die Diabetes-Versorgung hat sich in den letzten Jahren nicht verschlechtert, wie es im Antrag von rot/grün behauptet wird, sondern verbessert. Viele Kassenärztliche Vereinigungen vereinbarten mit den Krankenkassen Versorgungsverträge, die zu einer Qualifizierung der Haus- und Fachärzte, sowie zum Aufbau von Diabetes- und Schulungszentren führte.

Wenn die Bundesregierung eine Qualitätssteigerung in der Diabetes-Versorgung unter Budgetbedingungen erzielen will, so geht dies voll zu Lasten der Behandlung anderer Erkrankungen.

Der VKVD fordert die Bundesregierung auf, die Budgetierung zu beenden, damit in ganz Deutschland die Qualität der Diabetes-Versorgung im Sinne von St. Vincent gesteigert und optimiert werden kann. Es ist sicherlich noch viel zu tun, aber die Bedingungen müssen stimmen und dafür wird sich der VKVD im Sinne der betroffenen Patienten, auch in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, aktiv einsetzen.

Verband der Krankenversicherten Deutschlands e. V. (VKVD)
Ahornstr. 3
69502 Hemsbach
Telefon: 06201/49 39 23
Telefax: 06201/49 39 24
Mail:  VKVD@t-online.de



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