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Pressemitteilung vom 08. Juni 1999
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Rechte für Patienten! - Versicherte vertreten sich selbst!
VKVD fordert die Politik auf, Kranke in Diskussion mit einzubeziehen
Bonn, 08. Juni 1999
"Wir fordern die Rechte für alle Patienten ein". Diese Worte des Präsidenten Heinz Windisch sind das Leitmotiv für den neugegründeten Verband der Krankenversicherten Deutschlands e. V. (VKVD). Es sei an der Zeit, endlich eine lautstarke Lobby für Kranke in Deutschland zu haben. In vielen europäischen Nachbarländern ist der Schutz von Patienten längst verbrieftes Recht. Nur Deutschland sei auf diesem Gebiet noch immer ein Entwicklungsland. Die neue Regierung verspreche zwar viel, "allein mir fehlt der Glaube", so Windisch. Die Tatsache, daß das versprochene Patientenschutzgesetz auf unbestimmte Zeit verschoben worden sei, spreche Bände.
Mit der Maßnahme der Bundesregierung, die Krankenkasse als Patientenanwalt einzusetzen, habe Frau Fischer den Bock zum Gärtner gemacht. Inkompetenz und Rotstift prägten das Bild der Kassen. Patientenfreundlichkeit sei zwar ein beliebtes Schlagwort, aber nicht praktizierte Realität. Zudem befänden sich die Kassen mitten im Schlachtfeld um die Gelder der Gesetzlichen Krankenversicherung. Und das Geld lande immer bei dem, der am lautesten schreie. Da die Patienten bislang keine Vertretung hätten, kämen ihre Interessen immer zu kurz. Der VKVD verspricht Besserung. Durch ein wissenschaftliches Symposium zusammen mit dem Deutschen Diabetiker-Bund wolle man die Belange von Krankenversicherten verstärkt in die öffentliche Diskussion bringen, so Bernd Spreemann, Vizepräsident der VKVD. Nur gemeinsam sei das Ziel zu erreichen, auf lange Frist eine gesetzliche Krankenversicherung zu garantieren, die ausreichende Leistungen mit bezahlbaren Beiträgen gewährleiste.
Der VKVD steht allen Krankenversicherten, ob gesetzlich oder privat versichert, offen. Er finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Teilnehmergebühren für Veranstaltungen und nicht zuletzt über die ehrenamtliche Tätigkeit des Vorstandes.
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