DIE FOLGEN EINER UNGENÜGENDEN DIABETESBEHANDLUNG
Das Schlimme an der Diabetes-Erkrankung sind die Folgen einer ungenügenden Blutzuckereinsteilung.
Folgeschäden können sein:
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Nierenschädigung, Nierenversagen
- Durchblutungsstörungen,
Folgen: Amputation von Gliedmaßen
- Netzhautschäden der Augen bis Erblindung
- Nervenerkrankungen
- Schwangerschaftsfruchtschädigung
Viele dieser Folgeschäden können durch eine dauerhafte optimale Blutzuckereinstellung vermieden oder verzögert werden. Ziel einer jeden Diabetestherapie ist es deshalb:
- Die Erhaltung bzw. Wiederherstellung von Wohlbefinden und Lebensqualität
- Vermeidung von Akut- und Folgeschäden durch dauerhaft normale Blutzuckerwerte
Auch Begleiterkrankungen, wie z. B.:
- Bluthochdruck (>130/80)
- Übergewicht
- Koronare Herzerkrankungen
- Fettstoffwechselstörungen
- Erhöhte Harnsäure
tragen zu einer Verschlechterung bei und sollen vermieden bzw. behandelt werden.
MEHR EIGENVERANTWORTUNG
DIE EIGENVERANTWORTUNG DES DIABETIKERS
Letztendlich ist der Diabetiker der Leidtragende einer ungenügenden Behandlung. Er muss deshalb eine Eigenverantwortung übernehmen. Der behandelnde Arzt soll dem Diabetiker durch Rat und Tat zur Seite stehen und helfen, die Therapieziele zu erreichen, handeln muss der Diabetiker aber selbst.
Jeder Diabetiker sollte die Anweisungen seines Arztes befolgen, z. B. zur Ernährung, zu Medikamenten, zur Selbstkontrolle, zu körperlichen Aktivitäten, zur Lebensführung. Er muss aber selbst darauf achten, dass sein Arzt:
- den Gesundheits-Paß Diabetes ausstellt und regelmäßig führt
- in jedem Quartal kontrolliert:
- Körpergewicht
- Blutdruck
- Blutzucker und Selbstkontrollwerte
- HbA1c
- Mikro/Makroalbuminurie (Micraltest)
- Beine (Fußinspektion)
- mindestens einmal im Jahr kontrolliert:
- Cholesterin
- HDL-LDL-Cholesterin
- Triglyceride
- Kreatinin
- Augenbefund
- körperliche Untersuchung (Gefäße, Nerven)
- alle Werte im Gesundheitspaß dokumentiert
Eigenverantwortung heißt aber auch:
nicht rauchen, wenig Alkohol, diszipliniertes Essen und viel Bewegung.
BESSERE INFORMATION
WAS IST BESONDERS WICHTIG?
Neben der regelmäßigen Messung der Blutzuckerwerte sind besonders wichtig:
- der HbA1c-Wert, der eine Aussage über die Blutzuckereinstellung der letzten 6 Wochen gibt
- der Micraltest®, der kleinste Mengen von Eiweiß im Urin als erstes Zeichen einer Nierenschädigung anzeigt
- die Fußinspektion, zur frühzeitigen Erkennung von schlecht heilenden Infektionen und Wunden wegen diabetesbedingter Schmerzunempfindlichkeit
- Diabetesschulung, um besser über die Erkrankung informiert zu sein
- Blutzuckerselbstkontrolle bei Insulintherapie
- Frühzeitige Insulintherapie, wenn das Therapieziel nicht anders erreicht wird
HINTERGRUNDINFORMATION
Laboruntersuchungen:
Die Laborkosten für Diabetespatienten sind für den Arzt nicht begrenzt. Er kann alle genannten Labortests so oft er es für notwendig hält durchführen und auch abrechnen.
Medikamenterverordnungen:
Medizinisch notwendige Medikamente und die Teststreifen zur verordneten Blutzucker-Selbstkontrolle, auch bei selbst erworbenem Messgerät, darf der Arzt auf Kassenrezept nicht verweigern.
Anfragen bitten wir nur schriftlich zu stellen.
Werden Sie und Ihre Familie Mitglied im Verband der Krankenversicherten Deutschlands e. V. (VKVD).
Informationen über den VKVD, der die Interessen aller Krankenversicherten vertritt, erhalten Sie unter der Tel.-Nr. 030 88 62 52 87 oder per Fax 030 88 62 53 26.
Verband der Krankenversicherten Deutschlands e. V.,
Bleibtreustraße 24, 10707 Berlin
Mit wenigen Klicks können Sie sich hier den Inhalt der Broschüre ausdrucken.
Besuchen Sie die Seite www.diabetes-news.de. Dort erhalten Sie weiterführende Informationen zu diesem Inhalt.
|